
Jobwechsel, Neuanfang nach einer Trennung, die Frage „Will ich das die nächsten 20 Jahre?“ , Übergänge gehören zum Leben. Sie fühlen sich oft unsicher an, weil das Alte schon weg, das Neue aber noch nicht da ist. Genau diese Zwischenphase lässt sich bewusst gestalten.
Ein Übergang ist mehr als ein Wechsel
Der Wechsel ist das äußere Ereignis (neuer Job, Umzug, Ruhestand). Der Übergang ist das Innere, das dazugehört , und das braucht länger. Hilfreich ist das Bild dreier Phasen: erst ein Abschied vom Alten, dann eine unklare Zwischenzeit, schließlich ein Neuanfang. Wer weiß, dass die Zwischenzeit normal ist, hält sie besser aus, statt sie für ein Scheitern zu halten.
Auf einen Blick
- Abschied zulassen: auch ein gewollter Wechsel darf einen Verlust enthalten.
- Zwischenzeit aushalten: Unsicherheit ist kein Fehler, sondern Teil des Weges.
- Klein experimentieren: Neues ausprobieren schlägt Grübeln über die „eine richtige“ Entscheidung.
Werte als Kompass
In Übergängen hilft weniger der perfekte Plan als die Frage: Was ist mir wirklich wichtig? Wer seine Werte kennt , Ruhe, Wirksamkeit, Verbundenheit, Freiheit , entscheidet leichter, weil er einen eigenen Maßstab hat statt nur Gehalt und Erwartungen anderer.
Lebensmitte: kein Knick, sondern eine Standortbestimmung
Rund um die Lebensmitte stellen viele Sinnfragen neu. Das ist keine Krise, die man wegmachen muss, sondern eine Einladung, den Kurs zu prüfen und bewusst nachzujustieren , in kleinen Schritten, nicht mit dem Abriss von allem.
So fängst du an
Schreib in zwei Spalten: „Was ich behalten will“ und „Was ich loslassen darf“. Dann wähle ein kleines Experiment für die nächsten zwei Wochen. Mehr in den Übungen zu diesem Thema.
Allgemeine Impulse zur Selbsthilfe, kein Ersatz für Therapie, ärztliche oder Berufsberatung. In Krisen: Telefonseelsorge 0800 111 0 111.
Was viele denken
Die Angst vor dem Neuen ist ein Zeichen, es zu lassen.
Der Gedanke dahinter
Die Aufregung vor etwas Neuem und die Lebendigkeit, etwas zu wagen, fühlen sich im Körper fast gleich an. Angst zeigt oft nicht, dass Sie auf dem falschen Weg sind, sondern dass Ihnen der Weg etwas bedeutet.
