
Wir schieben selten auf, weil uns die Aufgabe egal ist. Meist löst sie ein unangenehmes Gefühl aus: Überforderung, Langeweile, Angst zu versagen. Aufschieben ist der Versuch, diesem Gefühl kurz zu entkommen. Genau da können Sie ansetzen, mit klugen kleinen Schritten.
Warum „Reiß dich zusammen“ nicht hilft
Selbstvorwürfe verstärken das schlechte Gefühl und damit den Drang auszuweichen, ein Teufelskreis. Leichter wird es, die Hürde zu senken, bis der Anfang fast mühelos ist.
Drei Hürdensenker
- 2-Minuten-Regel: nur zwei Minuten anfangen. Meist machen Sie weiter, und wenn nicht, haben Sie begonnen.
- Nächster winziger Schritt: „Ordner öffnen“ statt „Steuererklärung“.
- Freundlich bleiben: sich das Aufschieben nicht vorwerfen, das hält nur länger fest.
Die Aufgabe entzerren
Große, vage Aufgaben laden zum Aufschieben ein. Zerlegen Sie sie in konkrete kleine Teilschritte. „Klein und klar“ bringt Sie weiter als „groß und irgendwann“.
So fangen Sie an
Nehmen Sie die Sache, die Sie gerade vor sich herschieben, und machen Sie genau zwei Minuten, jetzt. Vorlage: 2-Minuten-Regel in den Übungen.
Allgemeine Impulse zur Selbsthilfe, kein Ersatz für Therapie oder ärztliche Behandlung. Bei anhaltenden Konzentrations- oder Antriebsproblemen sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin. Telefonseelsorge: 0800 111 0 111.
