🇩🇪 DE🇬🇧 EN

Perfektionismus loslassen

Perfektionismus loslassen

Perfektionismus gilt als Tugend, „Ich bin halt gründlich“. Oft steckt dahinter Angst: vor Fehlern, vor Kritik, vor dem Gefühl, nicht zu genügen. Und genau das blockiert. Wer perfekt sein muss, fängt zögerlich an und wird selten fertig.

Anspruch und Perfektionismus

Ein gesunder Anspruch will gute Arbeit und ist dann zufrieden. Perfektionismus dagegen sucht Fehlerlosigkeit und kommt nie an.

Fertig schlägt perfekt

Ein abgeschlossenes „gut genug“ bringt Sie weiter als ein perfektes Werk, das nie fertig wird. Fertigstellen erzeugt Rückmeldung, Lernen und Schwung.

Drei Entschärfer

  • Gut-genug-Schwelle: vorher festlegen, was reicht, dann aufhören.
  • Zeit deckeln: „Ich gebe dieser Aufgabe 60 Minuten.“
  • Fehler einplanen: Niemand ist fehlerfrei, auch die nicht, an denen Sie sich messen.

So fangen Sie an

Wählen Sie eine Aufgabe und legen Sie vorher Ihre „Gut-genug“-Schwelle fest. Wenn Sie sie erreichen: bewusst aufhören. Es darf sich zuerst ungewohnt anfühlen.

Allgemeine Impulse zur Selbsthilfe, kein Ersatz für Therapie oder ärztliche Behandlung. Bei anhaltendem Leidensdruck wenden Sie sich an Ihre Hausärztin oder eine psychotherapeutische Praxis. Telefonseelsorge rund um die Uhr: 0800 111 0 111.