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Ich-Botschaften: sagen, was Sie brauchen

Ich-Botschaften: sagen, was Sie brauchen

„Nie räumst du auf!“ , und schon ist der Streit da. Eine Ich-Botschaft dreht das um: Sie sprechen über sich, über Ihr Erleben und Ihr Bedürfnis. Das wirkt, weil es niemanden in die Ecke drängt.

Vier Bausteine

Eine gute Ich-Botschaft braucht keine Floskeln, nur eine klare Reihenfolge:

Beobachtung , Gefühl , Bedürfnis , Bitte

  • Beobachtung: sachlich, was war, ohne „immer“/„nie“. („Wenn der Tisch abends voll steht …“)
  • Gefühl: wie es Ihnen damit geht. („… fühle ich mich gestresst …“)
  • Bedürfnis: worum es Ihnen geht. („… weil mir Ordnung Ruhe gibt.“)
  • Bitte: konkret und machbar. („Wärst du bereit, deinen Teil bis 20 Uhr wegzuräumen?“)

Warum das funktioniert

Ein Vorwurf zwingt das Gegenüber in die Verteidigung, dann geht es nur noch ums Rechthaben. Eine Ich-Botschaft macht Ihr Inneres sichtbar und lädt zur Zusammenarbeit ein, ohne anzugreifen.

So fangen Sie an

Formulieren Sie vor dem nächsten heiklen Gespräch einen Satz nach diesem Muster vor. Vorlage in den Übungen.

Allgemeine Impulse zur Selbsthilfe, kein Ersatz für Paar- oder Psychotherapie. Bei anhaltenden Konflikten oder Leidensdruck hilft eine Beratungsstelle oder psychotherapeutische Praxis. Telefonseelsorge: 0800 111 0 111.