
Stress hat einen schlechten Ruf, bei genauem Hinsehen zu Unrecht. In Maßen ist die Stressreaktion ein uraltes, nützliches Programm: Sie stellt kurzfristig Energie und Konzentration bereit. Schwierig wird er erst, wenn er dauerhaft anhält und die Erholung fehlt.
Die gute Seite der Anspannung
Vor einer Prüfung, einem Wettkampf, einem wichtigen Gespräch sorgt ein Adrenalinschub dafür, dass Sie wacher und schneller sind. Diese kurze Aktivierung verbessert die Leistung, man spricht von gutem Stress. Entscheidend ist, dass danach wieder Ruhe folgt.
Stress als Frühwarnsystem
Körperzeichen sind Botschaften. Dauerverspannung, Reizbarkeit, Schlafprobleme oder ständige Müdigkeit sagen: Hier braucht es eine Pause, bevor aus Druck Erschöpfung wird.
Auf diese Signale achten
- anhaltende Verspannung (Nacken, Kiefer)
- Reizbarkeit, kurze Zündschnur
- schlechter Schlaf trotz Müdigkeit
- mehr Kaffee, Alkohol oder Süßes als sonst
Mehrere davon über Wochen? Dann bewusst gegensteuern, das ist Burnout-Vorbeugung.
So fangen Sie an
Sehen Sie Stress diese Woche einmal als Information: Was will mir das Signal sagen, und welche kleine Erholung gönne ich mir als Antwort?
Allgemeine Impulse zur Selbsthilfe, kein Ersatz für Therapie oder ärztliche Behandlung. Bei anhaltendem Leidensdruck wenden Sie sich an Ihre Hausärztin oder eine psychotherapeutische Praxis. Telefonseelsorge rund um die Uhr: 0800 111 0 111.
